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Konzept für Menschen mit Demenz

  

In der beschützten Abteilung im Erdgeschoss unseres Hauses bieten wir Menschen mit Demenz und psychischen Veränderungen ein "daheim", das sich an den Prinzipien eines normalen Alltagslebens orientiert.

Für eine alltagsnahe räumliche Gestaltung befindet sich im Zentrum des Wohnbereichs eine Wohnküche.

Von dort aus können die Bewohner ebenerdig in den Garten, der durch einen begrünten Gartenzaun gesichert wird, damit sie sich dort selbständig aufhalten können. Im Garten werden die Sinne durch Blumenbeete, durch einheimische Sträucher wie Brombeeren, Stachel- und Johannisbeeren entlang der "Naschstraße" und einer kleinen Obstplantage mit Apfelbäumen angeregt. Im Gartenhaus befindet sich für die Männer eine kleine Werkstatt.

Auf der Terrasse kann bei schönem Wetter Kaffee getrunken werden, ebenso werden im Garten Feste gefeiert.

Mit der Tagesstrukturierung in der Wohnküche, z.B. durch gemeinsame Mahlzeiten, Beschäftigungen wie das Singen alter Volkslieder und die morgendliche Zeitungsrunde versuchen wir unseren Bewohnern Normalität, Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Für einen würdevollen Umgang ist es für das betreuende Personal wichtig, eine validierende - wertschätzende Gesprächshaltung einzunehmen.

Ebenso werden Brücken zu unseren Bewohnern durch eine humorvolle Kommunikation und dem Einsatz unserer Hauskatzen ( Max, Moritz) gebaut.

Damit wir das gezeigte Verhalten unserer Bewohner besser verstehen können, sind wir auf die Zusammenarbeit mit den Angehörigen angewiesen. Dies beginnt bei der Einrichtung des Zimmers mit persönlichen Gegenständen, die Erinnerungswert wie z.B. der gewohnte Lehnsessel besitzen und streckt sich über die Erfassung bestimmter Rituale der Vergangenheit und wichtiger Lebensereignisse. Für die Steuerung der gerontopsychiatrischen Therapieansätze haben wir intern Gerontopsychiatriefachkräfte angestellt. Für die medizinische fachliche Begleitung kooperieren wir mit der Tagesklinik Lindau, Dr. Jörg Sautier, d.h. dass regelmäßig und bei Bedarf ein Facharzt zur Visite ins Haus kommt.

Abschliessend möchten wir noch erwähnen, dass der Begriff "beschützte" Abteilung nicht heisst, dass die Bewohner den Wohnbereich nicht verlassen dürfen und dadurch vom Leben und Alltag in unserem Hause abgeschlossen wären. Der Austausch mit anderen Abteilungen des Hauses, sowie die Teilnahme an hausinternen Aktivitäten und Veranstaltungen werden unterstützt und bewusst gefördert.

Hier noch Bilder aus dem Leben in der beschützten Abteilung:

     Waffelbacken

Herbstbastelei

  

Beschäftigung mit unserem Zivi


 

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